Die tatsächliche Bedeutung von Gold und dessen Funktion

Gold funktioniert als Puffer für Dein Vermögen in Krisenzeiten. Es eignet sich zum Vermögensschutz, da es sich bei einem Börsencrash entgegengesetzt zu den Aktienmärkten entwickeln kann (jedoch nicht muss). Während die internationalen Aktienmärkte zwischen Herbst 2007 und Frühjahr 2009 um und bei 40% an Wert verloren, hat Gold seit dem Ausbruch der Finanzkrise bis ins Jahr 2013 einen sagenhaften Aufstieg hingelegt und notiert auch heute noch himmelweit über Vorkrisenniveau.

Damit erfüllt es vor allem die Funktion als Wertspeicher, mit dem Du Dich außerhalb des politisch durch und durch manipulierten Finanzsystems stellst. Schon seit Jahrtausenden schützt Gold seinen Besitzer vor Enteignung durch Währungsmanipulationen und erhält seinen Wert nicht nur nominell, sondern auch real.

Wichtig ist hierbei aber zu verstehen, dass wir Gold nicht benötigen, um geringe Kursschwankungen am Aktienmarkt aufzufangen oder wenigstens abzumildern. Gold ist vielmehr eine Versicherung für den Worst Case. Wenn die Märkte so richtig in die Knie gehen oder es gar zu einer Kernschmelze des Finanzsystems kommt und alles gegen die Wand fährt, dann schlägt die Stunde des Goldes. Extrembeispiel: Die Deutsche Hyperinflation der Weimarer Republik. Währen im Januar 1919 die Unze Gold noch bei ca. 170 Reichsmark stand, notierte diese im November 1923 bei 87 Billionen.

Gold

Lieber Sachwerte als staatliches Geld. Sollte am Ende vielleicht Michels Sparbuch die eigentliche Risikoanlage sein?

 

Mit Gold konnte man seit 7 bis 8 Jahren kein Geld verdienen

Eigentlich merkwürdig: Seit der letzten Finanzkrise wurde die Geldmenge enorm ausgeweitet, ohne dass dem ein entsprechendes Wirtschaftswachstum gegenüber gestanden hat. Früher hätte man gesagt, dass die Druckerpressen nur so glühen. Zum Schaden aller die Ersparnisse haben. Denn der Geldwert wird so laufend zerstört. Und obwohl es offensichtlich der Wille der Herrschenden ist, unsere Währung zu inflationieren, konnte man mit Gold trotzdem seit 7 bis 8 Jahren kein Geld verdienen.

Wie kann das sein?

Mit der Wertspeicherfunktion steht Gold in direkter Gegensatz zum staatlichen Geld. Dieses wird durch die angesprochene Geldschöpfung, der kein entsprechender wirtschaftlicher Wert gegenübersteht, vermehrt und damit entwertet. Durch diesem Betrug an den Anlegern und Sparern profitieren vor allem die Schuldner. Deren Schulden entwerten sich real. Sie können also heute konsumieren und morgen mit im Wert gesunkenen Geld ihre Schulden zurückzahlen. Wie kommt es, dass die „Druckerpressen“ glühen und der Goldkurs auf dem gleichen Wert in USD wie im September 2010 steht?

Gold

Quelle: www.kitco.com

 Um der Antwort auf des Rätsels Lösung näher zu kommen, brauchen wir uns nur die bewährte Frage zu stellen: Cui Bono? Wem nützt das?

Wer ist der größte Schuldner im ganzen Land?

Der Staat, natürlich. Und dieser hat daher auch ein enormes Interesse an möglichst niedrigen Goldkursen. Schließlich würde doch sonst sein Raubzug an allen fleißigen und sparsamen Bürgern allzu offensichtlich. Neben dem Staat sind aber auch die mit reichlich Fremdkapital operierenden Banken an einem niedrigen Goldkurs interessiert, schließlich profitieren sie am meisten vom herrschenden Geld- und Finanzsystem. Und so ergibt sich wie so oft eine unheilige Allianz aus Big Business und Big Government, welche dazu führt, dass der Goldkurs massiver Manipulation (nach unten) ausgesetzt ist.

Wer das nicht glaubt oder sich eine eigene Meinung zu dem Thema bilden möchte, findet hier detaillierte Infos.

Das Wunderbare an wirtschaftlichen Naturgesetzen ist aber: Wahre Werte setzen sich immer irgendwann durch

Dies ist eine wichtige Erkenntnis. Wahre Werte setzen sich am Ende durch. Ob nun Zinsen politisch motiviert herunter manipuliert werden oder Rohstoffpreise an den Warenterminbörsen. Oder eine von vornherein zum Scheitern verurteilte Währung um jeden Preis am Leben gehalten werden soll. Irgendwann setzt sich der Markt durch. Und niemand kann das dauerhaft verhindern. Es gibt keine Zauberer der Märkte, keine allwissenden Zentralbanker und auch die sogenannten, namens- und gesichtslosen „Experten“, von denen in den Nachrichten die Rede ist, welche uns ein X für ein U machen wollen. Alles Schall und Rauch.

Wenn Du reich oder wenigstens wohlhabend werden willst oder auch nur eigenverantwortlich und selbstbestimmt leben willst, hier ein genereller Tipp für Dein Mindset: Habe keine Ehrfurcht vor Autoritäten. Und, um es mit Kant zu halten: Habe den Mut Dich Deine eigenen Verstandes zu bedienen. Oft zitiert und leider fast nie in die Tat umgesetzt.

Gold verdient keine Zinsen und Dividenden

Einer der Hauptkritikpunkte von Gegnern des Goldes als Investment ist, dass es weder Zinsen noch Dividenden verdient. Das stimmt auch soweit. Oder doch nicht?

Kürzlich habe ich das hervorragende Buch Bargeld statt Buchgewinn des von mir sehr geschätzten Luis Pazos gelesen. Das Buch befasst sich mit Hochdividendentiteln verschiedenster Wertpapierarten, welche außerhalb des englischsprachigen Auslands bei uns weitgehend unbekannt sind. Dieses Buch kann ich mit bestem Gewissen empfehlen, es ist eine Bereicherung für jeden Anleger. Denn die Strategie ist durchaus lohnenswert. Wem würde es nicht gefallen durch monatliche Dividendenzahlungen ein passives Nebeneinkommen aufzubauen?

Auf Luis Pazos Blog unter www.nurbaresistwahres.de bin ich auf folgendes Wertpapier aufmerksam geworden. Dabei handelt es sich um einen sog. Covered Calls Fonds, welcher durch gedeckte Optionen auf einen Teil seiner Goldbestände eine zusätzlich Rendite in Form der Optionsprämien verdient. Genaueres findet Ihr in Luis´ Artikel zum Horizons Gold Yield ETF.

Damit ließe sich nach aktuellem Kursstand eine bisherige durchschnittliche Ausschüttungsrendite von knapp 5 % p.a. erzielen. Das ist zwar auf den ersten Blick nicht überwältigend. Macht man sich aber klar, dass Gold ansonsten eben keine Erträge abwirft und vorallem der breite Aktienmarkt nicht annähernd eine solche Dividendenrendite liefert, ist dies schon eine beachtliche Performance.

Wie kaufen wir physisches Gold in Form von Barren und Münzen?

Wer also ein paar Prozent seines Vermögens durch Gold diversifizieren möchte und trotzdem nicht auf eine sichtbare Rendite in Form von Ausschüttungen verzichten möchte, macht mit dem Horizons Gold Yield ETF sicher keinen schlechten Deal.

Wie aber kaufen wir funkelndes Gold zum Anfassen in Form von Barren und Münzen, wenn wir dies einem Wertpapierinvestment vorziehen?

Ganz klar: Anonym.

Und das aus gutem Grund: Sieht man in Gold wirklich eine Absicherung gegen den Wort Case und möchte nach einem ultimativen Crash, wie man ihn sich heute nicht vorstellen kann, nach dem Reset des Währungssystems etwas besser durchstarten als die meisten anderen, dann ist anonymer Goldbesitz keine schlechte Sache.

Schließlich gab es in einigen Staaten in der Vergangenheit schon einmal zeitweise staatlich angeordnete Goldverbote

So beispielsweise in den USA, in UK und auch in Deutschland. Und was, wenn sich die Geschichte wiederholt? Ob man die Anordnungen eines Staates für sich als verbindlich ansieht, der erst die vorsätzliche Zerstörung des Geldwertes betreibt und anschließend den vorsorgenden Bürger kriminalisieren will, welcher bloß versucht den Wert seiner Ersparnisse zu schützen, muss wohl jeder aufrechte Bürger für sich selbst entscheiden.

Insgesamt ist privater Goldbesitz in der Bevölkerung aber so gering, dass ich hier nicht von einem Verbot ausgehe. Da ist einfach zu wenig zu holen. Der deutsche Michel fühlt sich mit Sparbuch und Riestervertrag nun mal viel wohler und würde im Zweifel auch dank absoluter Transparenz sicher eher das Ziel politischer Begehrlichkeiten.

Der anonyme Goldkauf ist erfreulicherweise nach wie vor möglich bis zu einer Höhe von 15.000 Euro pro Geschäft. Eine gute Anlaufstelle wären zum Beipiel die örtlichen Niederlassungen der Degussa Goldhandel GmbH, die es in vielen größeren Städten gibt.

Gold

Lieber echte Werte als Staatsvertrauen

Physisch nur standardisierte Goldprodukte kaufen

Wenn es um den Vermögenserhalt geht, kaufen wir physisches Gold bitte nur in Form der gängigen, weltbekannten Anlagemünzen wie zum Beispiel dem südafrikanischen Krügerrand oder dem kanadischen Maple Leaf. Barren sind natürlich auch geeignet und auch in kleinen Stückelungen zu haben. Da der Aufpreis auf das Gramm bei sehr kleinen Barren enorm ansteigt, würde ich aber nicht unter einer Unze (rund 31g)  kaufen. Bei den bekanntesten Anlagemünzen mag eine halbe Unze auch noch in Ordnung gehen.

Ein steuerliches Schmankerl: Wird Gold über ein Jahr gehalten, ist ein Veräußerungsgewinn steuerfrei.

Fazit

Meiner Meinung nach spricht nichts dagegen ein paar Prozent des eigenen Vermögens in Gold zu investieren. Selbst wenn der große Knall ausbleiben sollte, würde ein wenig Gold als Beimischung die langfristige Rendite Deines Gesamtvermögens wohl kaum nennenswert negativ beeinflussen. Und eins ist auch klar: Das Gelddrucken wird weitergehen. Der Karren ist soweit in den Dreck gezogen worden, den holt da keiner mehr raus. Dass Gold also auf lange Sicht unter dem aktuellen Kursniveau bleiben sollte, ist äußerst unwahrscheinlich.

 

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